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FAKT-Gruppe weiter auf Wachstumskurs

Mit der strategischen Ausweitung der Geschäftsaktivitäten in den Bereichen Immobilien, Energie und Kapitalmarkt sowie dem internationalen Geschäft baut die FAKT-Unternehmensgruppe ihr Portfolio weiter aus.

Die FAKT AG Unternehmensgruppe erweitert ihre Aktivitäten und gründet für die bereits laufenden weltweiten Projekte die FAKT International AG. Die Public Finance AG, als junges Mitglied der FAKT AG, schließt eine Kooperation mit der Commnex GmbH in München und schlägt dadurch bei der Kreditversorgung von Kommunen moderne Wege ein. 

Auszüge aus der Rede von Professor (em.) Hubert Schulte-Kemper anlässlich der FAKT-Pressekonferenz am 06.09.2017 im RUHRTURM:

Unser Engagement im Immobilienbereich wird untermauert, beispielsweise durch die Entwicklungen des RUHRTURM, des FAKT Tower, des Businesspark Ehingen, des Ankaufs der Mehrheit am Marler Stern, dem Bau des Projektes Klimahülle in Bergheim, der Entwicklung von Bebauungsplanflächen in einer Größenordnung von rund 150.000 m² -  mit einem Exitwert von insgesamt rund 800 Mio. EUR.

In den letzten Wochen haben wir im Einkaufszentrum Marler Stern durch den Erwerb von rund 4.500 m² von der Firma Wehmeyer und den Kauf von weiteren 16.000 m² Parkfläche die angesprochene Mehrheit im Marler Stern erreicht. Eigentumsübergang ist für Dezember 2017 vorgesehen.

Gestern haben wir den Kaufvertrag für das für uns wichtige Haus 2 in Höhe von 20.000 m² Bruttogeschossfläche von E.ON notariell beurkundet, sodass wir hier am Standort RUHRTURM künftig über zwei Immobilien verfügen, die wir zu einer Einheit zusammenführen werden.

Unser Ziel liegt im Immobilienbereich darin, immer unsere aktuelle Größenordnung von 800 Mio. bis 900 Mio. EUR an Immobilien im Bestand und im Development zu haben. Hieraus erwarten wir ein Jahresneugeschäft in Höhe von ca. 100 Mio. EUR.

Da wir z. B. im Wohnbebauungsbereich zwar auch selbst bauen werden, aber grundsätzlich an Investoren weiter verkaufen möchten und hier keinen eigenen Bestand aufbauen, oder das eine oder andere fertige Objekt auch verkaufen wollen, bedeutet dies, dass wir in jedem Jahr geschätzt eine Größenordnung von ca. 100.000 m² Grundstück - insbesondere im Gewerbebau - nach unseren Prinzipien der Revitalisierung von interessanten Gewerbeimmobilien weiter fortsetzen.

Im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus, den wir als familiengerechten Wohnungsbau bezeichnen, bauen wir derzeit 27 Reihenhäuser in Marl, in denen junge Familien mit zwei Kindern und einem Einkommen von rund 60 TEUR eine Wohnfläche von 102 m² vorfinden und einen Grundstücksanteil von rund 220 m² genießen können. Diese Art von Projekt wird die FAKT-Gruppe im Ruhrgebiet in der Zukunft stark forcieren. Die Kaltmiete beträgt z. B. in Marl 5,25 EUR je Quadratmeter.

Im Rahmen dieser Entwicklung, die wir in der FAKT Immobilien AG und in der Rudimo AG schwerpunktmäßig bearbeiten, hat sich in den letzten Monaten jedoch eine Perspektive ergeben, die wir so nicht im Blickpunkt hatten. So werden Energiethemen in verschiedenen Ausprägungen substantielle Auswirkungen auf unsere Geschäftsaktivitäten in der Zukunft haben:

Mit dem Kauf des E.ON-Hauses 2 ergibt sich eine innovative Energielösung, quasi eine Insellösung. Der Strombedarf für beide Häuser kann aus den vier Blockheizkraftwerken problemlos gedeckt werden, so dass durch diese autarke Insellösung Strom aus dem offenen Stromnetz nicht in Anspruch genommen werden muss. Durch ein vorhandenes ehemaliges Rechenzentrum ist eine Überkapazität an Energie vorhanden, so dass wir neben der Insellösung eine weitere Idee daraus generieren, nämlich:

Wir streben an, für viele Jahre im Ruhrgebiet die größte E-Tankstelle in Haus 2 zu organisieren. Wenn man keine E-Tankstelle hat, dann kaufen die Menschen auch kein E-Auto. Also, wir gehen in Vorlage und zwar mit Leistungsstärken, die einen wesentlichen Tankvorgang in 20 bis 30 Minuten abschließen.

Das Thema Super-Charger ist hier auf der Tagesordnung und wir werden im Jahr 2018 mit den ersten zwei Super-Chargern beginnen. Im Ziel denken wir, dass wir im Jahr 2022 bis zu zehn Super-Charger haben werden. Womöglich kommen noch kleinere Ladeeinheiten für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unseren Häusern zum Tragen, die ihre E-Mobile tagsüber laden können.

Das gleiche gilt für Hotelgäste, die dieses Angebot in der Nacht nutzen könnten, sodass wir das Wohnumfeld, die Hotel- und Konferenzgäste, den sinnvollen Anschluss an die Autobahn nutzen können, um vielschichtig im Bereich der E-Mobilität tätig zu werden.

Für die Energiebetrachtung unserer Development-Maßnahmen außerhalb des RUHRTURM wird angestrebt, eine Zusammenarbeit mit den Energieversorgern so zu gestalten, dass bei jedem Immobilienprojekt sofort eine Energielösung gewählt wird, die möglichst autark dargestellt wird.

Im Rahmen des Marler Stern haben wir einen Beschluss des Rates der Stadt Marl hinsichtlich eines Sanierungsgebietes erhalten. Dies bedeutet, dass Maßnahmen im Sanierungsgebiet - nach Genehmigung der Stadt und des Landes - besondere Abschreibungsmodalitäten haben und hier zukunftsorientierte Investitionen im Energiebereich durchgeführt werden können.

Hier streben wir, wie gesagt, die Zusammenarbeit mit großen Energieversorgern an. Mit den drei in Essen tätigen Gesellschaften sind wir in zukunftsorientierten Gesprächen.

Dies gilt natürlich auch für die Aktivitäten, die wir im Wohn- und Gewerbebaubereich haben. Also von Anfang an streben wir die Einbindung der Energieversorger an, die insbesondere in der Entwicklung mit den vielfältigen technischen Möglichkeiten mitwirken.

Grob zusammengerechnet kommen wir auf ein Volumen von 20 bis 25 MW in den nächsten drei Jahren. Nicht eingerechnet sind hier das Thema Gewächshaus und unsere Akquisition, die wir im Rahmen der Public Finance AG auch für Sanierungsgebiete im kommunalen Bereich anbieten werden.

Diesen Teil der Energiethemen werden wir in der Public Finance AG bearbeiten. Die Public Finance AG hat zum einen die Energieseite (insbesondere im kommunalen, öffentlich-rechtlichen Bereich im Geschäftsfeld) und auf der anderen Seite aber auch die Kommunaldarlehensfinanzierung.

Die Anbieter von Kommunaldarlehen werden immer weniger. Das ursprüngliche Feld der Hypothekenbanken hat sich nachhaltig verkleinert, sodass wir hier mit einem Team seit einigen Wochen in der Public Finance AG unterwegs sind, um die Ziele (öffentlich-rechtliche Energieversorgung und öffentlich-rechtliche Finanzierung in einer bestimmten Größenordnung) nach vorne zu bringen. Aktuell hat die Public Finance AG mit der Münchener Commnex GmbH eine Kooperationspartnerschaft geschlossen. Commnex ist der digitale Marktplatz und die Ausschreibungsplattform für Kommunalkredite und Finanzierungen öffentlich-rechtlicher Kreditnehmer.

Aufsichtsrat und Vorstand der FAKT AG haben beschlossen, vier Management-Buy-Outs durchzuführen, die so strukturiert sind, dass die FAKT AG mit unter 50 % beteiligt ist und das Management-Buy-Out mit   51 % die Mehrheit besitzt. Hierdurch soll die unternehmerische Verantwortung und Führung in den einzelnen Themengebieten verstärkt werden.

  • Dies gilt für die ehemalige FAKT Energy AG - hier ist das Management-Buy-Out bereits von Herrn Floren übernommen worden. 
  • Bei der Public Finance AG steht der MBO zum Jahresende an. 
  • Die FAKT International AG ist bereits gegründet worden, sozusagen direkt als MBO und wird in den nächsten Wochen an den Markt gehen.

 In der FAKT International AG werden wir die westeuropäischen Kontakte, die bisher erfreulichen Kontakte in China und die Sammlung und den Aufbau von Kontakten in den USA organisieren.

Über die neu gegründete Gesellschaft FAKT International AG sind wir in der Lage, auch internationale Partnerschaften einzugehen, aber auch Opportunitäten, die sich weltweit bieten (z. B. das Thema Patente), zu strukturieren.

Durch die Partnerschaft von Essen/Changzhou hat sich bereits in der Vergangenheit eine Perspektive im Raum Changzhou – Shanghai ergeben hat. Wir werden insbesondere mit dem Thema gesunde Lebensmittel und auch möglicherweise in Themen der Gesundheitspolitik Aktivitäten entwickeln.

Aus diesem Grunde werden wir an der Reise der Wirtschaftsförderung nach Changzhou im November teilnehmen. An der Reise des Oberbürgermeisters von Essen nach Japan werden wir ebenfalls teilnehmen.

  •  Einen weiteren MBO planen wir bei unserer Tochtergesellschaft GAP Gesunde Agrarprodukte GmbH, die für die Entwicklung der Gewächshausthematik zuständig ist.

Das bedeutungsvolle Thema GAP - Gesunde Agrarprodukte, welches ein großes Schwerpunktthema ist, haben wir vor zwei Jahren begonnen, als wir uns mit dem Thema Braunkohle beschäftigten. Wir hatten die Idee, 1.500 ha. im Rheinland im Braunkohlebereich zu begründen.

Regionale Lebensmittel sind gefragt. Das zeigten zur gleichen Zeit verschiedene Studien und das einhellige Feedback des Handels. Geschmack und Frische sind die entscheidenden Gründe, warum die Konsumenten zu regionalen Produkten greifen. Fast 60 % der Befragten würden mehr regionale Produkte kaufen, wenn das Angebot größer wäre.

Wir haben die Architektur nach den Brüsseler Bedingungen für Ungarn, Österreich und Deutschland aufgebaut. Diese Architektur arbeiten wir jetzt ab. Wir haben die wichtige Voraussetzungen erfüllt bzw. geschaffen, um auch wirklich an den Markt zu gehen. Zu diesen Themen gehören, dass wir in Ungarn eine Partnerschaft mit einem erfahrenen österreichischen Tomatenbauer haben, der uns auch bei unserem Tomatenanbau in Deutschland fachkundig unterstützt. Wir sind in guten Gesprächen mit einem großen Distributeur, der den Vertrieb übernimmt und wir sind in vielen Gesprächen mit vielen Kooperationspartnern, mit denen wir noch in diesem Jahr Kooperationsverträge abschließen wollen.

Das Akquirieren der entsprechenden Grundstücke in Verbindung mit einer Energieidee stellt eine Herausforderung dar. Wir dachten, dass wir die Besorgung der Flächen schneller organisieren können, zumal wir mit den großen Grundstücksgesellschaften in engem Kontakt stehen und dass wir jetzt in der gesamten Bundesrepublik Grundstücke suchen.

Nachdem ich Ihnen dargestellt habe, wohin die FAKT AG als Konzern gehen wird, möchte ich Ihnen gerne noch sagen, dass wir natürlich nicht beabsichtigen, eigene Bauunternehmen usw. bei uns aufzubauen. Wir werden wie bisher, aber noch ausgeprägter, mit Partnern in der Baubranche den Materialeinkauf, als reines Development und mit Partnern, die im Investitionsbereich Assets suchen, so strukturiert zusammenarbeiten, dass wir für jede Maßnahme sofort wissen, mit welchen Partnern wir das Thema organisieren.

Wir sind eingeladen worden, im Initiativkreis Ruhr mitzuwirken. Unser Unternehmen ist daraufhin Mitglied im Initiativkreis Ruhr geworden. Die FAKT-Gruppe hat inzwischen 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und freiberuflich Tätige.

Ich möchte Ihnen noch ein paar Einschätzungen über das Ruhrgebiet geben: Die Einwohnerentwicklung wird sich weiter deutlich über die 5 Mio. mit jährlichen Zuwachsraten von 50.000 - 70.000 Einwohnern im Ruhrgebiet entwickeln.

 Die Anzahl der Erwerbstätigen, die in Deutschland um 600.000 - 700.000 pro Jahr steigt, wird auch deutlich positive Spuren im Ruhrgebiet hinterlassen. Daraus resultierend gibt es einen großen Wohnungsneubaubedarf. Ich möchte die Aussage wagen, dass das Ruhrgebiet in 20 - 30 Jahren jetzt bereits von den städtischen Grenzen her kaum aufgeteilt werden kann. Auch in der wirtschaftlichen Kraft pro Stadt wird es keine großen Unterschiede mehr geben. Dies würde ungefähr bedeuten, dass die Entwicklung in Castrop-Rauxel oder in Oberhausen in der gleichen wirtschaftlichen Richtung sich entwickelt hat wie z. B. Essen oder Dortmund. Wir werden also eine einheitlichere wirtschaftliche kulturelle Entwicklung im Ruhrgebiet erleben und die drittgrößte Metropole in Europa wird eine ganz gewaltige Profilschärfe erleben, weil die Faktoren wirtschaftliche Prosperität in Deutschland Zinsgefüge deutlich positive Strukturen in den nächsten Jahren schaffen wird.

Die Einwohnerentwicklung in Deutschland, die ich mehrfach prognostiziert haben von 85 Mio. würde ich unter heutigen Aspekten noch deutlicher auch über 85 Mio. sehen. Hier kann man sich selbst ausrechnen, in welchen Anteilen dies dem Ruhrgebiet ganz sicher zufließen wird.“

Pressekontakt : Susanne Münch, presse@fakt-ag.com, Telefon: +49 (0)201 17003 432