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Grundbucheintragung Eigentumsübergang Einkaufszentrum Marler Stern an die FAKT-Gruppe erfolgt

In einem kleinen Festakt mit den Aufsichtsräten, Vorständen, Mitarbeitern sowie Freunden wurde am 23.04.2018, nach erfolgter Grundbucheintragung, der Eigentumsübergang Einkaufszentrum Marler Stern an die FAKT-Gruppe gefeiert.

Auszüge aus der Rede von Professor Hubert Schulte-Kemper:

"... das Nichtvorhandensein einer Statik, das Vorhandensein eines Bergbauschadenminderverzichts für die gesamte Stadtmitte, noch die nur langsam eingetroffenen Projektunterlagen, da die Eigentümer T1 Karstadt und T11 Fondsgesellschaft in den letzten 20 – 30 Jahren weltweit unterwegs waren, noch die Beschäftigung mit dem Begriff einer Apostille/Erklärung des Luxemburger Staates, die Richtigkeit unseres Tuns anzuerkennen, noch die verloren gegangene städtische Zusage im Rahmen des Sanierungsgebietes konnten verhindern, dass die FAKT-Gruppe nun wesentliche Teile des Marler Stern gekauft und bezahlt hat.

In aller Lockerheit, aber auch ein bisschen festlich wollen wir diesen Vollzug als Eigentümer unseres Erwerbs mit unseren Aufsichtsräten, Vorständen, Mitarbeitern, Kooperationsfreunden heute hier ein wenig feiern. Ich begrüße besonders unseren Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Ernst Gerlach, unsere Mitglieder des Aufsichtsrates Dr. Martin Grimm, Prof. Dr. Jürgen Gramke und Dr. Hermann Janning, meine Vorstandskollegen, Norbert Boddenberg, Stephan Künzer und Andreas Schulte-Kemper für die FAKT-Gruppe und für die FAKT Immobilien AG die Vorstände Dr. Konstantin v. Alvensleben und Dr. Kirsten Schulte-Kemper.

Für die Gäste außerhalb unseres Konzerns begrüße ich Bürgermeister Werner Arndt, die Baudezernentin, Andrea Baudek, den Planungsamtschef Markus Schaffrath und dem Chef des Liegenschaftsamtes Bernd Grothusmann.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, ich wünsche Ihnen und Ihrer Mannschaft viel Kraft für die riesengroßen Investitionen, die auf unsere Stadt zukommen – sei es die große Logistikfläche im Bereich Schacht 3/7 mit rd. 1.000.000 m², sei es bei der Renovierung des Rathauses, sei es bei der Mitwirkung an der großen Evonik-Investition über 400 Mio. EUR und den noch dahinter liegenden möglichen Diamanten, sei es in der Bebauung in Hüls und in der Bebauung des Jahnstadions. Alle Investitionen liegen ganz schnell gerechnet über 1 Mrd. EUR. Die Betrachtung wird noch deutlich höher sein, weil logischerweise die zusätzlichen Arbeitskräfte auch ihre Wohnung in Marl nehmen sollten oder könnten, um die Wertschöpfung, die auch durch die Kaufkraftbindung entsteht, voll mitnehmen zu können.

Die Vertreter der Medien begrüße ich ebenfalls sehr herzlich.

Meine Damen und Herren, generell können wir sagen, dass die FAKT-Gruppe inkl. der Übernahme des Marler Stern eine Größenordnung von 263.000 m² Gebäude und 220.000 m² Flächen im Besitz hat. Dies ist eine gigantische Zahl und diese Zahlen verstärken sich noch, wenn wir die rechtlich gesicherten Themen hinzurechnen, dann sind wir bei 321.000 m² Gebäude und 333.000 m² Grundstück und wenn wir die LOI-gesicherten Flächen hinzunehmen, dann kommen wir auf 511.000 m² Gebäude und 612.000 m² Grundstück.

Sie können sehen, dass dies eine gigantische Zahl, eine gigantische Verantwortung und auch eine gigantische Auftragslage ist, die wir abarbeiten müssen.

Andererseits kann man sehen, dass das Vertrauen in unser Unternehmen sehr ausgeprägt ist und diese Dankbarkeit für das Vertrauen lässt sich darin ausdrücken, dass wir in den letzten 5 Monaten ein  Kreditvolumen von rd. 55 Mio. für die Ankäufe und für den Ausbau unserer Objekte generieren konnten.

Die FAKT-Gruppe wächst kontinuierlich. Im Grunde kann man sagen, mit diesen riesigen Aufgabenstellungen, die wir abarbeiten müssen und die wir in den finalen Verhandlungen haben, haben wir unsere Auftragsbücher für die nächsten 3 Jahre ganz sicher gefüllt.

Meine Damen und Herren, da wir noch nicht die Rechtsposition des Eigentümers hatten, konnten wir keine Mietverträge abschließen. Derzeit verhandeln wir 6 finale Verträge. Im Rahmen dieser 6 finalen Verträge kann ich die Aussage wagen, dass wir T32 (Wehmeyer) und T1 Erdgeschoss und 1. OG und die T11 vor Kopf mit rd. 90 % im Grunde voll vermietet haben. Da wir noch eine Reihe an Anfragen haben, die wir aber noch nicht bearbeiten konnten, weil wir die bisherigen noch in Einzelabstimmung von Größenordnung usw. zueinander bringen müssen, kann man sagen, dass wir noch weitere große Nachfragen haben, die wir aber erst nach der Feinabstimmung mit dem einen oder anderen Mieter angehen können.

Wie wir die Lebensmittelsituation angehen, habe ich mehrfach betont und diese mehrfache Betonung hat seine Gültigkeit nicht verloren, sondern ist jetzt noch in einer planungstechnischen Feinabstimmung. EDEKA und ALDI – meine Wunschvorstellung ist in der Realisierungsphase. Wir haben viele Pläne mit ALDI von Mietvertragsentwürfen gefertigt und haben auf der Fachgebietsleitung das Thema abgearbeitet. Bei EDEKA freue ich mich, dass wir mit dem Marler Unternehmen KOEHNE in finalen Anmietungsvereinbarungen stehen. Einen Anfang in T11 haben wir gemacht mit der Tchibo nonfood-Gruppe, die mit 300 m² den ehemaligen Weltbildladen angemietet haben.

Wir haben einen weiteren LOI abgeschlossen mit der ehemaligen ZIAG-Gruppe (CLS) über den Ankauf von rd. 2.500 m² und nähern uns mit diesem Abschluss, wenn wir diesen vollziehen, langsam der 70 %-Eigentümergrenze.

Verschweigen will ich nicht, dass wir für das 1. OG bei Karstadt einen LOI unterschrieben haben, der vorsieht, dass 30 – 40 kleinteiligere Fachgeschäfte im kompletten Textil- und Ledergeschäft mit einem Betreiber sich in der Planung befindet.

Die Zielsetzung besteht auch darin, im IV. Quartal noch den einen oder anderen Ankauf zu tätigen. Jetzt werden uns erst einmal mit dem beschäftigen, was wir jetzt kaufen bzw. was wir Ende Mai / Anfang Juni mit großer Wahrscheinlichkeit mit der Fa. ZIAG durchführen wollen.

Mit der FOM Hochschule haben wir wirklich tolle Informationen sammeln können. Mit unserem Partner, der die Kleinteiligkeit im 1. OG gestaltet hat, haben wir auch Planungen im Zusammenhang mit einer Werbeagentur usw. hintereinander gebracht, so dass ich im übertragenen Sinne sagen kann, dass die Sonne für den Marler Stern, für unsere Miteigentümerkollegen, für die Kunden im Rahmen dieses Werbekonzeptes z. B. auch täglich sichtbar sein wird.

Die Sicherheit wird sehr ernst genommen und wird technisch von der Eigentümergemeinschaft mit der Anschaffung von mehreren Fernsehkameras, größeren TV-Überwachungseinheiten total abgesichert, geprüft und betrachtet.

Meine Damen und Herren, da wir nicht den ganzen Marler Stern gekauft haben, gibt es auch unterschiedliche Eigentümer für Parkhäuser. Wir haben die Parkmöglichkeiten unterhalb und oberhalb von Karstadt erworben. Der Reparaturstau ist gigantisch und aus diesem Grunde gibt es überhaupt keine andere Möglichkeit, Parkgebühren zu erheben. Schon alleine, weil es eben unterschiedliche Eigentümer gibt. Dass wir noch mehr tun zum Nutzen anderer Eigentümer, kann nicht von uns erwartet werden.

Mit dem Erwerb des städtischen Parkhauses mit einem noch gigantischeren Reparaturstau in Millionenhöhe können wir ebenfalls keine kostenlosen Parkplätze zur Verfügung stellen. Das, was 20 Jahre lang nicht erledigt wurde, kann jetzt nicht zu unseren Lasten fertiggestellt werden. Deswegen kann der eine oder andere kluge Spruch auch des einen oder anderen Miteigentümers durchaus unterbleiben. Schön wäre es gewesen, wenn selbige in den letzten 20 Jahren sich hierum gekümmert hätten und jetzt nicht meinen, dass wir als ein Teileigentümer, die Verantwortung tragen.

Meine Damen und Herren, von allen möglichen Mietern ist immer wieder abverlangt worden, dass sich in der Stadtmitte auch tatsächlich bautechnisch etwas tut und das Stadtentwicklungskonzept auch realisiert wird. Wir appellieren an Politik und Verwaltung, hier schneller sichtbare Zeichen zu setzen. Ansonsten können wir für unseren Teil nur sagen, dass wir uns für die Mitwirkung von Rat und Verwaltung und hier an der Spitze der Bürgermeister Werner Arndt und dem sogenannte „Bauturm“ – mit den Verantwortlichen Baudek, Schaffrath, Grothusmann, Staperfenne und Neckermann -  sehr herzlich bedanken. Wir danken auch allen Menschen, die uns viel Gutes wünschen zum Vorteil der Stadt und zur eigenen Kaufkraftbindung. Auch danken wir denjenigen, die ihre Freizeit auf Facebook sinnvoll verbringen und wünschen ihnen einen stets geistvollen Dialog, der manchmal das Glücksgefühl der einen oder anderen Zeitung auch tatsächlich anheben könnte."

Weitere Zitate:

Bürgermeister der Stadt Marl, Werner Arndt: "Im Rennen um die neue Anlage hat Marl den alternativen Standort Singapur ausgestochen". Rund 400 Millionen Euro will der Konzern Evonik in eine neue Produktionsanlage an seinem größten Standort investieren. "Es tut sich eine Menge in Marl".

Aufsichtsratsvorsitzender Ernst Gerlach sprach in seiner Rede von einem exemplarischen Beispiel für die Belebung eines Quartiers und der Erneuerung eines Stadtteiles sowie davon, dass das Beispiel durchs Land getragen werden solle.

Kirsten Winzbeck, als Vertreterin beider Kirchen, hat in ihrer gestrigen Ansprache „Gottes Segen für den Marler Stern“ ausgesprochen, sie ist Vorsitzende der Evangelischen Stadt-Kirchengemeinde Marl.

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